{"id":283,"date":"2019-03-21T19:14:00","date_gmt":"2019-03-21T19:14:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stabhoch.ch\/?page_id=283"},"modified":"2021-07-25T22:05:39","modified_gmt":"2021-07-25T22:05:39","slug":"expertise","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.stabhoch.ch\/?page_id=283","title":{"rendered":"Expertise &#8211; effizientes Stabhoch-Coaching und Coaching auf Top-Niveau"},"content":{"rendered":"<p><strong>Einleitung<\/strong><\/p>\n<p>Ein Anf\u00e4nger des Schachspielens sieht einzelne Figuren auf einem Brett mit 64 Feldern.<\/p>\n<p>Er \u00fcberlegt sich, welche Figur er als n\u00e4chstes ziehen soll. Er denkt mit Fleiss auch ein bis zwei Schritte weiter. Zu Beginn des Spiels geht das ganz flott. Nach einer halben Stunde steht ein (Schlacht-)Feld vor ihm, dass zu begreifen, seine F\u00e4higkeiten \u00fcbersteigt. Die Zahl der m\u00f6glichen Z\u00fcge ist riesig und es mangelt ihm an einer Taktik, die \u00fcber ein bis zwei Z\u00fcge hinaus geht.<\/p>\n<p>Tritt ein Schachgrossmeister an dieses Brett, an dem der Anf\u00e4nger sich seit einer halben Stunde abk\u00e4mpft, sieht er nicht einzelne Figuren, er sieht Muster, er sieht wer st\u00e4rker steht, wer schw\u00e4cher, er sieht m\u00f6gliche Strategien.<\/p>\n<p>Man nehme einen Volleyballspieler und zeige ihm Bilder eines Matches, worin der Ball jeweils wegretouchiert wurde. Der Anf\u00e4nger wird die Position des Balles erraten, der erfahrene Spieler wird den Ball punktgenau richtig verorten.<\/p>\n<p>Ein letztes Beispiel. Man zeigt Tennis-Spielern das Video eines Aufschlags des Gegenspielers und stoppt das Video im Moment der Ballber\u00fchrung. Wohin will der Gegner den Ball platzieren? Der Anf\u00e4nger hat keine Ahnung. Der Profi antizipiert die Richtung. Retouchiert man nun in diesem Video den Unteram und den Griff des Schl\u00e4gers weg, ist auch der Profi ratlos, in welche Ecke der Aufschlag serviert wird.<\/p>\n<p><strong>Automatismen = Chunks<\/strong><\/p>\n<p>Diese Automatismen erfahrener Sportler und Schachspieler nennt man <strong>&#8222;Chunks.&#8220;<\/strong> Das Hirn denkt dabei \u00abin gr\u00f6sserem Ganzen\u00bb, in Schemen, in Abstraktion. Chunks sind das Ergebnis (sehr) langer Lernprozesse.<\/p>\n<p>Wann Chunks entstehen, nach 100 Stunden, 1000 Stunden oder 10&#8217;000 Stunden, das h\u00e4ngt davon ab, wie effizient man lernt, und ist von Mensch zu Mensch individuell und von der betreffenden T\u00e4tigkeit abh\u00e4ngig.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang wird meist auf die \u00ab10&#8217;000 Stunden\u00bb-Regel verwiesen, die man K. Anders Ericcson (Florida State University zuschreibt (siehe meine Buchempfehlung <a href=\"http:\/\/www.stabhoch.ch\/?page_id=244\">&#8222;Peak&#8220;<\/a>). Plakativ verbreitet wurde diese Zahl durch den Buchautor Malcom Gladwell in seinem Buch \u00ab\u00dcberflieger\u00bb.\u00a0<\/p>\n<p>Nach dieser Einleitung zur Thematik nun konkreter zum Stabhochsprung.<\/p>\n<p>Es gibt komplexere Besch\u00e4ftigungen und einfachere. Expertise im Schach- oder Geigenspiel geh\u00f6rt zu denen, bei welchen 10&#8217;000 Stunden des Lernens eine gute Ann\u00e4herung zu sein scheint (bzw. nach Prof. Ericcson in etwa das doppelte). Den 10\u2019000m Lauf kann man mutmasslich, was die Kognition betrifft, nicht in dieser Kategorie einordnen. Das soll keiner Herablassung gleichkommen, der 10\u2019000m Lauf hat schlicht andere Herausforderungen bereit, als die, mit welchen ein Schachgrossmeister oder Geigenvirtuose konfrontiert ist.<\/p>\n<p>Wo der Stabhochsprung exakt einzuordnen ist, masse ich mir nicht an, hier vorzutragen. Zumindest unter den leichtathletischen Disziplinen scheint er eher an der Spitze des Anspruchsvollen zu verorten zu sein.<\/p>\n<p>Der Stabhochsprung hat sehr viele Variablen:<\/p>\n<ul>\n<li>K\u00f6rpergr\u00f6sse<\/li>\n<li>Verh\u00e4ltnis Gr\u00f6sse \/ Gewicht<\/li>\n<li>Verh\u00e4ltnis L\u00e4nge der Extremit\u00e4ten (Arme\/Beine) zu Rumpf<\/li>\n<li>Genetische Pr\u00e4disposition der Muskulatur, insbesondere der Bein und nochmals herausgehoben der Wadenmuskulatur<\/li>\n<li>Anlaufgeschwindigkeit<\/li>\n<li>Sprungkraft<\/li>\n<li>Stabl\u00e4nge<\/li>\n<li>Stabh\u00e4rte<\/li>\n<li>Griffh\u00f6he in Relation zur Stabl\u00e4nge<\/li>\n<li>Technik\n<ul>\n<li>Anlaufgestaltung<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Stabbringen<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Absprungpunkt<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Absprungwinkel<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Absprungposition<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Aufrollen<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Durchziehen<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>etc.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Den Anf\u00e4nger lassen wir hier aussen vor, der ist ohnehin leicht \u00fcberfordert, egal ob Anf\u00e4nger-Athlet oder -Coach.<\/p>\n<p>Der fortgeschrittene Athlet wie Coach weiss, worum es geht (Anlaufen, Abspringen, Aufrollen, Hochstechen, Drehen), aber er denkt noch in den voranstehenden einzelnen Kategorien. Zum Beispiel pr\u00fcft er immer wieder den richtigen Absprungpunkt, schaut sich Punkt um Punkt auf einem Video an. Beurteilt noch nicht, bzw. kann noch nicht in &#8222;ganzen Bewegungsmodellen&#8220; beurteilen. Er bleibt noch eine Weile verdammt dazu, sich mit f\u00fcr ihn eigenst\u00e4ndigen Punkten (z.B. das Absprungbein, der rechte Arm, usw.) zu befassen, ohne diese Partikularit\u00e4ten in ein gr\u00f6sseres Ganzes setzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ein Beispiel hierzu: Ein Trainer merkt an, bei seinem Athleten gefalle ihm nicht, dass er immer eine bestimmte Bewegung mit einem Arm in der Luft mache, der m\u00fcsste doch etwas ganz anderes machen. Das kann absolut richtig sein, aber zu der Zeit seiner Beurteilung m\u00f6glicherweise auch absolut irrelevant.<\/p>\n<p>In der Regel ist eine Beobachtung, zumal bei Anf\u00e4ngern und Fortgeschrittenen um so irrelevanter, je weiter sie im zeitlichen Ablauf des Sprunges wahrzunehmen ist. Wie jemand die Latte \u00fcberquert, ist die kausale Folge aller Bewegungen, die vorangegangen sind. Springt der Athlet nicht schon 5% unter seinem maximalen Potential, kann und muss man sich nicht damit befassen, wie der Athlet die Latte \u00fcberquert, es gibt wichtigeres zu Berichtigen, bzw. wer hier den schnellen Erfolg durch Verbesserung der Latten\u00fcberquerung sucht, der nimmt hin, dass sich alle Fehler davor in der Zwischenzeit verfestigen, ein Fehler, der den Athleten noch lange verfolgen wird.<\/p>\n<p>Man weisst den Trainer darauf hin, dass er zwar recht habe, mit seiner punktuellen Feststellung, dass aber im grossen Ganzen das Problem ganz woanders beginne und \u2013 das kommt oft vor \u2013, dass der beobachtete \u00abFehler\u00bb seines Athleten nur ein \u00abFolgefehler\u00bb sei, der sich bestenfalls nicht mehr feststellen lassen wird, wenn das Vorangehende verbessert wurde oder andernfalls zumindest in abgeschw\u00e4chter Form auftreten wird.<\/p>\n<p>Manchmal arbeiten Athlet und Trainer an technischen M\u00e4ngeln, die gar nicht behebbar sind, solange das zeitlich Vorangehende im Sprungablauf nicht verbessert wird. Durch das Fehlen der Erfahrung \u00fcber die Bewegungszusammenh\u00e4nge kann ein Duo bestehend aus diesem Athlet und Trainer \u00fcber Monate bis Jahre an einer Stelle festh\u00e4ngen. Deshalb ist der Austausch mit aber auch unter Experten so unglaublich wichtig. Manchmal ist auch dem besten Experten der Blick verstellt, dann hilft der Austausch mit einem Kollegen. Ich tausche mich regelm\u00e4ssig mit Herbert \u00fcber meine Athleten aus und nutze z.B. an Wettk\u00e4mpfen in Deutschland auch das Feedback von weiteren Trainern, \u00fcber meine Athleten aber auch \u00fcber meine Spr\u00fcnge.<\/p>\n<p>Der erfahrene Coach sieht einen beliebigen Springer zum ersten Mal, zum Beispiel an einem Wettkampf und kann ihm nach 1 Sprung, ohne Videoaufnahme, etwa das folgende mitteilen, was ihm direkt einen Nutzen verschafft:<\/p>\n<ul>\n<li>Ob er seiner Technik entsprechend zu dicht, richtig oder zu weit weg war beim Absprung, also eine Aussage daruber, ob der Anlauf korrigiert werden muss (ohne Nachkontrolle des Springers nach dem Sprung, nur anhand dessen, dass er den Athleten in Echtzeit hat springen sehen)<\/li>\n<li>Ob er den richtigen Stab in H\u00e4nden h\u00e4lt (zu weich, richtig, zu hart)<\/li>\n<li>Und dies in Relation zu seiner Griffh\u00f6he<\/li>\n<li>St\u00e4nderposition (zu nah, richtig, zu weit \u2013 auch im Hinblick darauf, was die Optimierungen der vorstehenden drei Punkte f\u00fcr den n\u00e4chsten Sprung f\u00fcr Auswirkungen zeitigen werden \u2013 hier sieht man schon wie der erfahrene Coach automatisch um drei Ecken denkt).<\/li>\n<\/ul>\n<p>All das erfasst ein erfahrener Coach durch schlichtes Anschauen eines Sprungs, weil sein Erfahrungsschatz im gen\u00fcgend Datenbasis zur Beurteilung gibt \u2013 und dies in Echtzeit, ohne Videoaufnahme.<\/p>\n<p>Aber noch mehr. Der erfahrene Coach k\u00f6nnte sogleich eine Liste anlegen, was der Athlet in den n\u00e4chsten Wochen (Profi), Monaten und Jahren (so er eher ein Anf\u00e4nger bis Fortgeschrittener ist) verbessern soll, sowohl die Physis aber insbesondere die verschiedenen technischen Aspekte betreffend und auch dies in der sinnvollsten Abfolge.<\/p>\n<p>Der erfahrene Coach wird aber nicht den Fehler begehen, dem fremden Athleten mitten in einem Wettkampf die Technik beibringen zu wollen. Ich habe am eigenen Leib erfahren, wie schief das gehen kann (da war ich Athlet, lernwillig, aber nicht gewahr, dass im Wettkampf \u00abRoutinen\u00bb abgerufen werden und es nichts von bescheidenerem Nutzen gibt, als im Wettkampf etwas Einflussreiches \u00e4ndern zu wollen).<\/p>\n<p>Der erfahrene Coach schweigt, damit die bestehenden Routinen des Athleten sich nicht im Wettkampf aufl\u00f6sen und er zu denken beginnt. Man denke exemplarisch an den Tennisspieler oder den Golfspieler, der vor der entscheidenden Ballber\u00fchrung seine Armf\u00fchrung zu bedenken beginnt.<\/p>\n<p>Leider begehen die Athleten oft selbst die Torheit, zu viel zu denken. Nachvollziehbar, da sie ja meist noch auf dem Pfad der Erkenntnis wandern und sich verbessern wollen. Aber auf mehr als 1 bis maximal 2 Punkte kann selbst ich mich beim Springen, mit 20 Jahren Routine, nicht konzentrieren. Dieser Hinweis an alle lernwilligen Trainer und Athleten sei hier deutlich festgehalten: Nie direkt einen \u00abfremden\u00bb Trainer an einem Wettkampf direkt mit dem eigenen Athleten kommunizieren lassen. Die Chance, dass der Athlet die Sprache des Trainers exakt versteht, dass er das Gesagte dann auch noch gewinnbringend umsetzen kann und dass er dabei nicht andere Dinge pl\u00f6tzlich falsch macht, weil der Fokus von seinen relevanten Ankn\u00fcpfungspunkten weg zu einem neuen verschoben wurde, entspricht einer reinen Wahrscheinlichkeitsrechnung von sagen wir 0.2 x 0.2 x 0.2, ergibt eine Chance von 0.8 %. Keine sehr gute Idee also.<\/p>\n<p>Nach dem Wettkampf soll der Austausch erfolgen oder w\u00e4hrend des Wettkampfes im Gespr\u00e4ch Trainer zu Trainer. Und auch dann soll das Neue nur in dem Fall w\u00e4hrend des Wettkampfes an den Athleten durchgereicht werden, wenn es mit dessen aktueller Erfahrungswelt kompatibel ist. Ich spreche in vielleicht \u00fcberheblicher Weise den meisten Trainern die F\u00e4higkeit ab, beurteilen zu k\u00f6nnen, ob ein Hinweis eines Dritt-Trainers w\u00e4hrend eines Wettkampfes an den Athleten weitergegeben zu einem eher leicht positiven oder zu einem leicht bis massiv negativen Ergebnis f\u00fchrt. Oder kurz gesagt, man sollte es einfach nicht tun.<\/p>\n<p>Der Mensch handelt w\u00e4hrend des Wettkampfes durch erlernte Routinen. Alles was diese st\u00f6rt, f\u00fchrt zu einer Verlangsamung der Denkprozesse und zu einem Bewusstsein \u00fcber die eigene Handlung, die im Wettkampf nicht f\u00f6rderlich ist. Z.B. der Sprinter der an den Startschritten herumdenkt, der wird mit 100% Wahrscheinlichkeit langsamer sein, wenn er diese Schritte bewusst denkt, auch wenn er die Schritte technisch tats\u00e4chlich besser ausf\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong data-rich-text-format-boundary=\"true\">Nun, wie kommt man zur Expertise, als Athlet wie als Coach? <\/strong><\/p>\n<p>Bereits ausgef\u00fchrt wurde, es braucht Zeit und zwar Zeit des intensiven Befassens mit seiner T\u00e4tigkeit, also in unserem Fall langes intensives Befassen mit dem Stabhochsprung.<\/p>\n<p>Studien des bereits eingef\u00fchrten K. Anders Ericcson beim, man kann sagen, Nachwuchs-Kader der Berliner Philharmoniker haben gezeigt, dass sich bei angehenden Geigenspieler nicht die totale Lernzeit dar\u00fcber entscheidet, wer am Ende auf der B\u00fchne re\u00fcssiert und wer als immer noch sehr guter Geigenspieler aber eben nicht auf den B\u00fchnen der Welt gastieren wird. Es ist das sogenannte deep learning, das entscheidend ist. Das wirklich intensive Befassen mit seiner T\u00e4tigkeit, in aller Regel alleine, also autark von der Umwelt, ohne Ablenkung. Das macht beim Geigenspiel und Klavierspiel Sinn. Aber auch beim Stabhochsprung oder beim Fussball.<\/p>\n<p>Ich beginne beim Fussball. Mir ist nach Lekt\u00fcre all der B\u00fccher zum Thema Lernen und Expertise ein Artikel \u00fcber Lukaku den belgischen Top-St\u00fcrmer aufgefallen. In der Nationalmannschaft traf dieser auf den Sturm-Trainer und ehemaligen Weltstarts Thierry Henry. Da hatten sich zwei gefunden. Sie tauschten sich beide, so wurde berichtet, auch \u00fcber 2. Ligaspiele der deutschen Bundesliga aus. Zwei absolute Top-Spieler, von denen man noch annehmen k\u00f6nnte, dass sie Spiele der h\u00f6chsten Liga in Spanien, England, Deutschland und Italien verfolgen, die sinken so tief in ihren Sport ein, dass sich ihr Interesse f\u00fcr ihre T\u00e4tigkeit bis zur zweiten Liga erstreckt. Man kann nur erahnen, wie viele Stunden sich diese zwei mit Fussball besch\u00e4ftigen. Fussballer verdienen nicht nur viel Geld. Die besten investieren genau gleich viel Zeit in ihren Sport, wie die besten Leichtathleten, Tennisspieler usw. Ronaldos Pensum an \u00abFussball\u00bb kommt einer Manie gleich, man mag von seiner Pers\u00f6nlichkeit halten was man will.<\/p>\n<p>Aus meiner Erfahrung kann ich das folgende Berichten und ich greife einen Faktor heraus. Ich habe etwa mit 17 Jahren begonnen alles was \u00fcber Stabhochsprung am Fernseher \u00fcbertragen wurde auf VHS aufzunehmen, alles. Jedes Meeting, jede Reportage \u2013 damals gab es noch lange kein Youtube und die Zahl der Sender war \u00fcberschaubar, so dass mir in der Regel nichts entging. Damals musste man noch den VHS-Recorder programmieren und man hatte 4-Stunden-B\u00e4nder, worauf man sich dann beim Betrachten von Sprung zu Sprung spulte. Mit Einf\u00fchrung der DVD-Brenner wurde das ganze digitalisiert und zusammengeschnitten. Als ich 2005 zu Peter Keller kam, stiess ich auf dessen Fundus an VHS-B\u00e4ndern von Stabhochsprung-Wettk\u00e4mpfen von 1980 (damals noch Super-8-Kamera) bis 1999. Auch das digitalisierte ich auf DVD. Das Ergebnis waren rund 110 DVD von 70-90 Minuten L\u00e4nge. 2009 stellte ich dieses Sammeln ein, Youtube hatte mir nun die Arbeit abgenommen. Alleine das einmalige Studium dieser DVD\u2019s ergibt eine Zeitspanne von 8&#8217;800 Stunden. Darunter finden sich indes auch Trainings-DVD\u2019s von Petrov, Houvion, Alan Launder usw. und Portraits von Bubka, Lobinger etc., die ich mir unz\u00e4hlige Male zu Gem\u00fcte gef\u00fchrt habe.<\/p>\n<p>Das f\u00fchrt heute dazu, dass ich nicht mehr viel Denken muss, wenn ich jemanden beim Stabhochspringen sehe. Ich weiss in der Regel was zu tun ist. Ich kann effizient Rat erteilen. Das ist bei allen erfahrenen Trainern und auch bei erfahrenen Athleten so, die ihren Kollegen Rat erteilen. Die Ich-Bezogenheit dieser Darstellung ist einzig Umstand geschuldet, dass ich nur eine Erfahrung zu teilen habe, meine pers\u00f6nliche.<\/p>\n<p>In diesem Punkt sind viele Trainer, auch nach x-Jahren der T\u00e4tigkeit, ge- bis \u00fcberfordert. Die langj\u00e4hrigen Trainer, weil sie trotz der langen Dauer ihrer T\u00e4tigkeit sich in der Summe und in der Intensit\u00e4t nicht intensiv mit dem Stabhochsprung auseinandergesetzt haben. Wenn ein Chirurg erz\u00e4hlt, dass er bei einer Herzoperation eins werde mit seinen Instrumenten und den K\u00f6rper des Patienten sp\u00fcre, dann ist das auf Stabhochsprung \u00fcbersetzt, wenn der Coach bei der Beobachtung den Athleten sp\u00fcrt, f\u00fchlt was er beim Sprung gef\u00fchlt hat und ihm das so erkl\u00e4ren kann, dass der Athlet Rat erh\u00e4lt, der auf sein Verst\u00e4ndnis trifft und damit wirksam sein kann.<\/p>\n<p>Wie beinhaltet intensives Lernen (deep learning) beim Stabhochsprung? Beispielsweise spielt man die Effekte verschiedener Kombinationen von Griffh\u00f6he und Stabh\u00e4rten hundertfach durch. Man schaut ein internationales Meeting und setzt sich damit auseinander, wer springt mit welcher technischen Variante. Wenn ein Sprung missgl\u00fcckt, zur\u00fcckspulen und herausfinden, wo war der Fehler und und und.<\/p>\n<p><strong data-rich-text-format-boundary=\"true\">Der Kopf \u00abdenkt Stabhochsprung\u00bb<\/strong><\/p>\n<p>Ein Athlet hat ein technisches Problem, nun beginnt es zu denken, wie l\u00f6se ich das? Welche Vor\u00fcbungen, welche Inputs braucht der Athlet. Ich \u00fcberlege mir, was muss der Athlet in jener Position richtigerweise sp\u00fcren. Da wir eine Sportart betreiben, bei der man vieles richtig sp\u00fcren muss, wenn man sich mit hoher Geschwindigkeit, in der Luft, an einem Stab bewegt ist es nicht einfach, Vor\u00fcbungen oder blosse Mental\u00fcbungen zu finden, um dem Athleten aufzuzeigen, welches Feeling er in der Luft suchen und finden soll. Ein Beispiel: Ich lasse meine Athleten an ein Reck hangen, in der Absprungposition und dr\u00fccke ihnen dann an einer bestimmten Stelle in die Schulter, w\u00e4hrend sie aufzurollen vesuchen, um (mit diesem Druck in die Schulter) zu simulieren, dass sie eben nicht an einem starren Reck aufrollen werden, in Echt, sondern, dass der Stab durch den Einstichkasten einen R\u00fcckstoss erf\u00e4hrt. Solche \u00dcbungen denke ich mir aus, wenn ich irgendwo unterwegs bin oder nicht schlafen kann (oder umgekehrt, ich kann deswegen dann nicht schlafen).<\/p>\n<p>Man darf als Schweizer auch mal bei Herbert Czingon nachfragen, wie viele Stunden er sich (intensiv) mit Stabhochsprung befasst hat, das wird weit \u00fcber die besagten 10&#8217;000 Stunden hinaus sein.<\/p>\n<p><strong data-rich-text-format-boundary=\"true\">Expertise folgt der intensiven Befassung mit der Sportart<\/strong><\/p>\n<p>Man sitzt zu Hause, betrachtet sich Video um Video, macht sich Notizen, eruiert den Fehler, \u00fcberlegt die L\u00f6sungsans\u00e4tze, erfindet \u00dcbungen, schreibt schliesslich ein (L\u00f6sungs-)Programm f\u00fcr den Athleten. Selbstverst\u00e4ndlich ist das gerade Geschilderte individuell zu verstehen, je Athlet.<\/p>\n<p>Das kann nicht jeder Trainer leisten, selbstverst\u00e4ndlich. Es ist aber die Schwierigkeit unserer sch\u00f6nen Disziplin, dass die Athleten nur dann effizient lernen, wenn sie individuell gef\u00f6rdert werden. Dieselben Stabhochsprung-Vor\u00fcbungen auf die Stabmatte zu machen mit einer Gruppe ist noch das eine, das geht. Aber jeder Athlet ben\u00f6tigt einen individuellen Input, um sich zu verbessern. Je effizienter der Coach erfasst, was zu tun ist, desto effizienter lernen seine Athleten. Statt 2 Jahren, brauchen sie nur 1 Jahr oder in Extremf\u00e4llen statt 2 Jahren nur 2 Trainings, um etwas zu erlernen. Das kommt \u00f6fters vor, als man denkt.<\/p>\n<p>Nutze deine Zeit richtig. Wenn man sich mit Stabhochsprung befasst, auch wenn das nur 2&#215;2 Stunden die Woche ist, als Trainer, der ansonsten Beruf und Kinder als seinen Lebensmittelpunkt sieht, nutze man seine Zeit intensiv, um sich mit der Materie auseinanderzusetzen.<\/p>\n<p><strong data-rich-text-format-boundary=\"true\">Nachfragen beim Experten <\/strong><\/p>\n<p>Anstatt den Weg der Selbsterkenntnis zu gehen, der lange ist aber auch den Vorteil der besseren Haftbarkeit im eigenen Gehirn hat, sollte man sich unbedingt regelm\u00e4ssig mit denen Austauschen, die ein Mehr an Erfahrung haben oder die ebenso viel Erfahrung haben, aber eben in der Regel andere Erfahrungen, wodurch ein Zugewinn durch Austausch entsteht.<\/p>\n<p>Ich durfte von Markus L\u00fcbbers (5.30m), Raynald Mury (5.45m), Peter Keller (45 Jahre Stabhochsprung), Earl Bell (3facher Olympiateilnehmer), Gerald Baudouin (5.85m, franz. Nationaltrainer) und Herbert Czingon (45 Jahren Stabhochsprung) lernen und ich durfte Nicole B\u00fcchler lange Jahre begleiten, habe viel von der Beobachtung meiner Konkurrenten und Freunde Oli Frey oder Boris Zengaffinen und vielen mehr gelernt.<\/p>\n<p>Es erstaunt mich oft, wie schnell j\u00fcngere Athleten sich nach einem Wettkampf vom Geschehen abwenden. Dann wenn nicht nur ich springe, dort f\u00e4llt es mir nat\u00fcrlich pers\u00f6nlich am meisten auf, aber auch wenn noch andere im Geschehen sind \u00fcber 5 Meter. Liebe Nachwuchsathleten und Coaches, das w\u00e4re der Moment in Echtzeit effektiv zu lernen. Zu beobachten. Was machen die, wie bewegen sie sich, wie bereiten sie sich vor, woran scheitern sie, finden sie eine L\u00f6sung, wie finden sie eine L\u00f6sung, was besprechen sie mit ihrem Coach. Ich sass mit 14 Jahren in Monaco neben den Coaches, verstand nat\u00fcrlich kein Wort, aber nahm auf was auf der Anlage und eben auch neben der Anlage passierte, danach eilte ich zum Ausgang und wir machten Fotos mit Jean Galfione (6.00m) und Romain Mesnil (5.95m), da war Motivation im Spiel.<\/p>\n<p><strong data-rich-text-format-boundary=\"true\">Das Gehirn lernt nur mit Motivation<\/strong><\/p>\n<p>Wenn ich Oli Frey unterlegen war (was des \u00d6fteren passierte), dann war ich nicht schon weg, wenn er noch sprang, ich war da, filmte, ging nach Hause, studierte ihn. Ich habe nicht mehr Videos von Oli als er selbst\u2026 doch vielleicht schon. Das muss nicht jeder von jedem machen. Ich machte es, weil ich wusste, ich brachte mehr kinetische Energie aus dem Anlauf mit als Oli, aber er hatte am Ende mehr potentielle Energie, also H\u00f6he. Das musste mir Kopfzerbrechen bereiten, wenn nicht, w\u00e4re etwas falsch gewesen. Und ich denke hier ist der Punkt, weshalb in der Schweiz so wenige Athleten regelm\u00e4ssig \u00fcber 5.00m springen (und bei den Frauen dasselbe etwa bei 4.10m). Trainer wie Athleten befassen sich zu wenig intensiv mit Stabhochsprung, es fehlt nicht an Talent, <strong>es fehlt an Expertise der Athleten und Trainer<\/strong>. \u00dcber 5 Meter und \u00fcber 4 Meter werden einerseits vern\u00fcnftige k\u00f6rperliche Faktoren vorausgesetzt aber und vor allem aber eine intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Sportart. Den Gap von 4.50m bis 5.00m schliesst ein Springer, der das Potential f\u00fcr 5.70m hat durch seine k\u00f6rperlichen Voraussetzungen. Den Gap von 5.30 bis 5.70m schliesst er nicht, indem er im Sprint noch etwas schneller wird oder noch etwas kr\u00e4ftiger, schon auch, aber es ist nicht hinreichend. Entscheidend f\u00fcr diesen Schritt ist, dass er nach und nach technisch eins wird mit dem Stab, seine Technik individuell perfektioniert und seine kinetische Energie aus dem Anlauf maximal effizient in H\u00f6he umsetzt. Mondo Duplantis macht das mit 18 Jahren, weil er seit dem Alter von 4 Jahren nichts anderes macht. Ohne ihr Feeling f\u00fcr den Stabsprung w\u00fcrden Mondo und Renaud wohl irgendwo um 5.60m springen.<\/p>\n<p><strong data-rich-text-format-boundary=\"true\">Wie kommt man nun zu der Expertise?<\/strong><\/p>\n<p><strong data-rich-text-format-boundary=\"true\">Motivation + Zeit. <\/strong><\/p>\n<p>Von bescheidener Eintr\u00e4glichkeit ist es zweimal im Jahr nach Magglingen zu fahren um sich einen Vortrag von Herbert Czingon zu Gem\u00fcte zu f\u00fchren und (jetzt kommt noch die entscheidende Verkn\u00fcpfung, denn es ist beileibe nicht Herberts Schuld, seine Vortr\u00e4ge sind grossartig) zu meinen, <em>das alleine <\/em>bringe etwas. Franz\u00f6sisch-Lektionen im Gymi, deren es nicht nur 2 im Jahr gab, sondern mind. 2 pro Woche, n\u00fctzten bei mir auch lange gar nichts. Da fehlte es an allem, von Motivation, \u00fcber Zeit und von deep learning zu sprechen w\u00e4re arge Verkehrung der Realit\u00e4t. Zugegeben, meiner Franz\u00f6sisch-Lehrerin war ich nicht gleich zugetan wie dem Stabhochsprung, aber es ist doch im Wesentlichen die Zeit nebst den Lektionen, die f\u00fcrs Franz\u00f6sisch wie f\u00fcr den Stabhochsprung entscheidend sind. Es sei an die Geigenspieler erinnert. Die Zeit, welche sie alleine intensiv \u00fcben, ist entscheidend, nicht die Zeit in den Lektionen mit dem Lehrer.<\/p>\n<p>Wenn ein Trainer oder Athlet zu mir kommt und mich bittet, 10 meiner wichtigsten DVD\u2019s ausleihen zu d\u00fcrfen, um diese vor- und zur\u00fcck zu studieren, dann\u2026. kann was daraus werden. Aber nur dann, wenn er sie mir erst nach sehr\/zu langer Zeit zur\u00fcckgibt, weil er immer wieder \u00fcber Wochen und Monate hin- und herschaltet, zwischen Training und DVD\u2019s, beobachtet, was f\u00fcr einen Effekt hat eine \u00dcbung, die ich mir abgeschaut habe, dann zur\u00fcck zur DVD, analysieren, gibt es noch etwas Passenderes f\u00fcr meine Athleten, wieder zur\u00fcck ins n\u00e4chste Training usw. Dann wird ein guter Trainer geboren.<\/p>\n<p>Dieser Trainer wird einen Vortrag Herberts, mit viel gesch\u00e4rfterem Blick bzw. gespitzterem Ohr folgen k\u00f6nnen, weil seine Wissensdatenbank bereits angereichert ist. Er kann Verkn\u00fcpfung herstellen, sein Hirn \u00abh\u00f6rt\u00bb effizient mit, er kann gezielt R\u00fcckfragen an den Vortragenenden stellen. Der Zugewinn durch den Vortrag ist ungleich h\u00f6her. Das ist es, was man den Flaschenhals des Lernens lernt. Man muss durch die Phase durch, in der alles lose F\u00e4den bruchst\u00fcckhafter Erkenntnis im Raum zu schweben scheinen, bis diese F\u00e4den ein Netz ergeben, wortw\u00f6rtlich ein Netz kommunizierender Hirnzellen.<\/p>\n<p>Motivation + Zeit f\u00fchrt zu einem Gehirn das Stabhochsprung denkt.<\/p>\n<p>Eine Abk\u00fcrzung gibt es nicht. Manchmal findet man einen Athleten, der so begabt und mit guten Genen versorg ist, dass er auch mit schlechter Technik und\/oder bescheidener Betreuung 5.50m springt. Das sollte man dann aber nicht an der absoluten H\u00f6he messen, sondern am Potential.<\/p>\n<p>Das ist es \u00fcbrigens, was die T\u00e4tigkeit Stabhochsprung als Coach so befriedigend machen kann, egal ob man den n\u00e4chsten Mondo Duplantis in der Trainingsgruppe hat oder nur Athleten, die das Ziel haben einmal 5 Meter bzw. 4 Meter zu springen: Man kann die F\u00e4higkeiten des Coaches beurteilen, danach wie nahe er seine Athleten an ihr m\u00f6gliches Potential heranf\u00fchrt.<\/p>\n<p>Den Coach beurteilt man danach, ob das was seine Athleten vortragen Hand und Fuss hat, ob die H\u00f6he, die ein Athlet springt, eher Folge seiner guten k\u00f6rperlichen Konstitution ist oder der technischen Ausf\u00fchrung.<\/p>\n<p>Georges Martin sagt von sich, er habe stets ein Auge f\u00fcr den Stabhochsprung gehabt. Er sei selbst nur 4.40m gesprungen, aber das sei kein Hindernis gewesen. In seiner Karriere betreute er in \u00fcber 40 Jahren Athleten wie Thierry Vigneron, Weltrekordhalter (f\u00fcr 3 Minuten) mit 5.91m, mehrfacher Olympiateilnehmer, Pierre Quinon, Olympiasieger 1984, Romain Mesnil (5.95m) und Damiel Dossevi (5.75m). Das \u00abAuge\u00bb f\u00fcr den Stabhochsprung ist eine passende Symbolik, eine Erkl\u00e4rung auf der metaphysischen Ebene. Die wissenschaftliche Erkl\u00e4rung auf der neurologischen Ebene kommt sprachlich etwas trockener daher. Als Trainer ist er nicht vom Himmel gefallen, wie die Symbolik des \u00abAuges\u00bb nahezulegen scheint. Georges hatte wohl schon in fr\u00fchen Jahren ein grosses Interesse an Stabhochsprung, sonst w\u00e4re er der Sportart nicht \u00fcber 40 Jahre treu geblieben. Seine Motivation war stets da, darauf folgte die Zeit des Studiums der Disziplin, die er wohl schon bei seinen Trainingskameraden begonnen hatte und dann als Trainer fortf\u00fchrte. In dieser Konstellation entwickeln sich die kognitiven F\u00e4higkeiten des Coachings (Wahrnehmungsf\u00e4higkeiten, Abgleich mit dem erworbenen Erfahrungsschatz, F\u00e4higkeit L\u00f6sungsoptionen zu generieren).<\/p>\n<p>Kein Meister f\u00e4llt vom Himmel, es besteht nur manchmal ein Unterschied darin, wie man die Zeit des Lernens empfindet. Will man als Erwachsener den Sport Stabhochsprung zu Coachen erlernen, ist die Empfindung der Zeit eine andere, als wenn man damit schon als Jugendlicher aufw\u00e4chst und als Kind die F\u00e4higkeit erworben hat, zu beobachten, zu studieren und dadurch zu lernen.<\/p>\n<p>Patrick Sch\u00fctz &#8211; 2021<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\">\nEinleitung Ein Anf\u00e4nger des Schachspielens sieht einzelne Figuren auf einem Brett mit 64 Feldern. 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