{"id":869,"date":"2020-09-30T10:28:42","date_gmt":"2020-09-30T10:28:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stabhoch.ch\/?page_id=869"},"modified":"2021-10-01T23:30:55","modified_gmt":"2021-10-01T23:30:55","slug":"erfolgsfaktoren","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.stabhoch.ch\/?page_id=869","title":{"rendered":"Erfolgsfaktor &#8222;selber denken&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n<p>Stabhochsprung ist technisch eine komplexe Sportart. <br \/>Erfolg beim Stabhochsprung ist aber &#8211; wie in jeder leichtathletischen Disziplin &#8211; auf hohem und h\u00f6chstem Niveau von den genetischen Voraussetzungen abh\u00e4ngig.<\/p>\n<p>In der Realit\u00e4t sieht man aber auch Athleten, die genetisch nicht besonders gut ausger\u00fcstet wurden, die aber bemerkenswerte Erfolge feiern k\u00f6nnen und man sieht Athleten, die genetisch sehr viel Potential h\u00e4tten, aber beispielsweise bei den Frauen bei 4 Metern stehen bleiben oder bei den M\u00e4nnern bei 5 Metern.<\/p>\n<p>Man sieht Athleten mit technisch versierten Trainern, die ihr Potential nicht realisieren, und man sieht Athleten mit mittelm\u00e4ssig versierten Trainern Erfolge feiern.<\/p>\n<p>Wie l\u00e4sst sich das erkl\u00e4ren und worin gr\u00fcndet nun die Aussicht auf Erfolg?<\/p>\n<p>In der klassischen Erfolgsformel stehen:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Gene des Athleten (darin eingeschlossen die gesundheitliche &#8222;Robustheit&#8220;),<\/li>\n<li>die technischen F\u00e4higkeiten des Trainers,<\/li>\n<li>die Infrastruktur und<\/li>\n<li>das Umfeld (darin eingeschlossen eine gewisse &#8222;finanzielle Sorglosigkeit&#8220;).\u00a0<\/li>\n<li>das Total der Zeit, wie lange jemand eine Sportart fokussiert trainiert.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bisweilen findet sich in der Formel auch &#8222;die Psyche&#8220;, oft im Deckmantel der pers\u00f6nlichen Einstellung, des Willens, des Durchhalteverm\u00f6gens usw.\u00a0<\/p>\n<p>Die f\u00fcnf aufgelisteten Faktoren einer klassischen Erfolgsformel, plus den psychologischen Aspekt, kann ich ausnahmslos best\u00e4tigen. Nur ein Faktor bedarf der Pr\u00e4zisierung, die des Trainers. Und dieser Faktor Trainer steht teilweise in Zusammenhang mit dem Faktors Psyche, der oft vergessen wird.<\/p>\n<p>Der Trainer und die Psyche des Athleten sind eng verbundene Erfolgsfaktoren. Was man bei den besten der Welt beobachten kann, geht vom Marionetten-Roboter-Athleten bis zum selbst\u00e4ndigen Athleten, der von einem pers\u00f6nlichen Trainer unabh\u00e4ngig handelt und denkt.<\/p>\n<p>Die Summe aus dem Faktor Trainer und dem Faktor Psyche des Athleten muss einen gewissen Mindestwert erreichen, damit man Erfolg hat und dieser Mindestwert liegt sehr hoch.<\/p>\n<p>Es ist aber m\u00f6glich, dass der wesentliche Teil fast ausschliesslich der Athlet beisteuert, ohne das der Trainer viel beitr\u00e4gt. Und darauf will dieser Bericht hinaus; dass es am Ende der Athlet ist, der eine bestimmte psychische Eigenschaft haben muss und dass es der Trainer (oder der Athlet selbst) ist, die (zusammen) darauf hinwirken m\u00fcssen, diese Eigenschaft zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Die grunds\u00e4tzliche psychische &#8222;Lebenseinstellung&#8220; des Athleten, wenn er mit der Leichtathletik beginnt, ist im Wesentlichen bereits manifestiert. Ob jemand zum Fallschirmspringer oder zum Buchhalter geeignet ist, ob jemand forsch oder zur\u00fcckhaltend, ob jemand narzisstisch oder introvertiert ist, entscheidet sich nicht in den Jahren des Stabhochsprungtrainings, sondern zu einem sehr grossen Teil in der fr\u00fchkindlichen und der kindlichen Entwicklung.<\/p>\n<p>Es gibt Kombinationen von grunds\u00e4tzlichen psychischen Eigenschaften die ausschliessen, dass jemand jemals ein Weltklasse Stabhochspringer wird. Diese Sportler sind nicht, worauf ich abziele, sondern dienen der Darstellung, dass es zwischen dem &#8222;geborenen Weltmeister&#8220; und dessen Gegenteil auch Zwischenstufen gibt.\u00a0 In der sportlichen Laufbahn eines Athleten k\u00f6nnen immer wieder Phasen zu Tage treten, in welchen sich offenbart, dass die psychischen Eigenschaften der weiteren Leistungsentwicklung im Wege stehen bzw. die Weiterentwicklung der Psyche des Athleten zur Verbesserung der Leistung f\u00fchren w\u00fcrde; beispielsweise wenn eine Leistungsstagnation eintritt, die mit dem aktuellen k\u00f6rperlichen Potential nicht korreliert, sondern hinter der k\u00f6rperlichen M\u00f6glichkeiten zur\u00fcckbleibt.<\/p>\n<p>Wenn dies der Fall ist (oder starke Anhaltspunkte hierf\u00fcr sprechen), sollte sich die Weiterentwicklung des Athleten auf eine &#8222;Wesensver\u00e4nderung&#8220; oder einfacher &#8222;die Psyche&#8220; konzentrieren. So unmenschlich das klingt, es ist notwendig und auch m\u00f6glich. Dies zu erkennen und einzuleiten ist wiederum Aufgabe des Trainers.<\/p>\n<p>Damit kommen wir zu einem ganz wesentlichen Punkt, wenn es um die Frage geht, warum Athleten stagnieren &#8211; und ob man dem h\u00e4tte Abhilfe schaffen k\u00f6nnen und sollen. Ich w\u00fcrde meinen, es gibt unz\u00e4hlige Athleten, die aufgrund ihrer psychischen Veranlagung auf einem gewissen Niveau stagnieren und dann die L\u00f6sung nicht bei der Psyche, sondern in mehr Trainingsumfang, neuen Trainingsimpulsen, mehr Krafttraining, einem Trainerwechsel und so weiter suchen und sich dabei bestenfalls nicht steigern und schlechtestenfalls immer \u00f6fters verletzt sind und schliesslich die Karriere abbrechen m\u00fcssen.\u00a0<\/p>\n<p>Der Trainer, dessen Athlet hinter seinem k\u00f6rperlichen Potential zur\u00fcckbleibt, hat also zwei Analysefelder. Das eine ist die technische Entwicklung, also die Verbesserung der Stabhochsprungtechnik. Ein Stabhochspringer darf bis ins Alter von 30 Jahren immer hinter seinem genetischen Potential zur\u00fcckbleiben, wenn man dies technisch begr\u00fcnden kann. Gerade die genetisch meistbeg\u00fcnstigten Athleten haben oft l\u00e4nger an der technischen Entwicklung. Im Sprint bedeuten gute Gene relativ direkt ein gewisses Leistungsniveau. Im Stabhochsprung k\u00f6nnen gute Gene die Entwicklung auch verlangsamen. Wenn ich mit 8m\/s Anlaufgeschwindigkeit Stabhochsprung erlernen will, ist das wesentlich einfacher, als wenn ich mit 9m\/s anlaufen kann. Die pers\u00f6nliche Entwicklung bei niedrigerem Geschwindigkeitspotential ist rascher abgeschlossen.<\/p>\n<p>Der zweite Ansatzpunkt sind die psychischen\/mentalen F\u00e4higkeiten des Athleten.<\/p>\n<p>Damit wechsle ich zu einem zweiten Aspekt den man ebenfalls zur Psyche z\u00e4hlt, der mit dem &#8222;Wesen&#8220; eines Athleten etwas weniger zu tun hat, der aber hierf\u00fcr auch viel st\u00e4rker (vom Trainer) beeinflusst werden kann. Es geht um die<em><strong> Selbstbestimmung, die Selbstverantwortung und darum, dass man Stabhochsprung als Athlet lebt.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Bis zu einem gewissen Niveau, sagen wir 4.40m bzw. 5.40m kann ein Team aus einem sehr guten, technisch versierten Trainer und einem Marionetten-Roboter-Athleten funktionieren.\u00a0<\/p>\n<p>Aber, es irrt wer glaubt, dass ein 5.80m Springer eines diktatorischen russischen Trainers eine blosse Marionette w\u00e4re. Selbst die unselbst\u00e4ndigste Marionette, die 5.80m springt, hat ein Selbstverst\u00e4ndnis von Stabhochsprung, welches das von 90% der Stabhochspringer \u00fcbertrifft.<\/p>\n<p>Extrembeispiele sind Mondo Duplantis, Renaud Lavillenie, Cornelius Warmerdam. Athleten die ihren Weg selbst gegangen sind und deren Trainer &#8222;Begleiter&#8220; im besten Sinne des Wortes waren.<\/p>\n<p>Ein Trainer kann und muss bisweilen in den ersten Jahren der Betreuung eines Athleten ein Antreiber (im psychologischen Sinne), ein Diktator (im Sinne der Bewegungskorrektheit), ein Freund und Ansprechpartner (im Sinne der Freundschaft) sein, aber auf dem Weg zum Erfolg hat er haupts\u00e4chlich EINE wichtige Saat zu pflanzen:<\/p>\n<p><em><strong>&#8222;einen selbst\u00e4ndigen, selbstverantwortlichen, selbst denkenden Athleten zu entwickeln.&#8220;<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Sam Kendricks ist 6.06m gesprungen als sein Vater dabei war, 6.02m in Lausanne als sein Vater nicht dabei war. Mondo Duplantis springt seine Weltrekorde mit oder ohne Mama oder Papa, da k\u00f6nnte ein Baumstamm mit einem aufgemaltem Gesicht als Coach dasitzen. Sergey Bubka war ebenso ab 1991, mehr oder weniger selbst\u00e4ndig unterwegs.\u00a0<\/p>\n<p>Ein guter Trainer kann einem Athleten viel beibringen, aber:<\/p>\n<p><strong><em>&#8222;Niemand kann einem Athleten besser sagen, was er beim Springen f\u00fchlt, als der Athlet selbst.&#8220;<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Solange ein Trainer den Versuch unternimmt, alleine anhand <em>seiner<\/em> Vorstellung dem Athleten eine Anweisung oder ein Feedback zu geben, wird er M\u00fche bekunden, das Potential des Athleten zu realisieren.<\/p>\n<p>Der Trainer muss darauf hinwirken, dass der Athlet f\u00fcr sich selbst denkt und dabei muss er sich ein W\u00f6rterbuch anlegen, wie die Sprache des Athleten sich im Verh\u00e4ltnis zu seiner Sprache verh\u00e4lt. Aus diesem Grund hatte ich bei meinen Athleten jeweils die Devise, dass in den ersten Jahren kein anderer Trainer &#8222;dreinredet&#8220;, also das niemand von Aussen in dessen Worten meinen Athleten etwas beizubringen oder zu korrigieren versucht, sondern wenn \u00fcberhaupt, dann \u00fcber mich, weil ich das W\u00f6rterbuch des Athleten am besten kannte.<\/p>\n<p>Ein Beispiel: Ich pflegte w\u00e4hrend vieler Jahre regen Austausch mit Herbert Czingon \u00fcber die Entwicklung meiner Athleten\u00a0 &#8211; und tue das heute immer noch. Herberts R\u00fcckmeldungen wurden praktisch immer via mein W\u00f6rterbuch in die Erlebniswelt meiner Athleten \u00fcbersetzt. Ich w\u00fcrde sagen, mit zunehmender Dauer der Zusammenarbeit handelten fast die H\u00e4lfte der technischen Diskussionen mit meinen Athleten davon wie sie etwas meinen, wie sie etwas in Worte fassen, wie ich etwas in Worte fasse und wie ich etwas meine (Vorstellung Athlet in seinem Kopf -&gt; Wortwahl Athlet &lt;-&gt; Wortwahl Coach &lt;- Vorstellung Coach in seinem Kopf).<\/p>\n<p>Ein Athlet hat grunds\u00e4tzlich schon eine schwierige Aufgabe, wenn er Stabhochsprung erlernen will. Wenn er sich dabei mit &#8222;Worten&#8220; und Anweisungen seines Trainers auseinandersetzen muss, bzw. lernen muss zu verstehen, was damit gemeint ist, wenn der Trainer ein Wort benutzt, dann ist das schon schwer genug.<\/p>\n<p>Wenn bevor der Athlet die Anweisungen seines Coaches halbwegs versteht ein anderer Trainer mit anderen Worten &#8222;dreinredet&#8220;, dann hilft dies in der Regel nicht, sondern die Verwirrung des Athleten nimmt zu. Erfolgreiche Athleten haben in der Regel ihre Basics bei einem (sehr guten) Trainer gelernt. Das erm\u00f6glicht ihnen danach, wenn sie ein Grundwissen erarbeitet haben, die Aufnahme von Hinweisen anderer Trainer in ihre Gedankenwelt zu pr\u00fcfen und dann entweder zu verwerfen oder zu integrieren.<\/p>\n<p>Das ist auch der Grund, weshalb ich grunds\u00e4tzlich keinen Nutzen sondern vielmehr einen negativen Effekt darin sehe, junge Athleten zu Kaderzusammenz\u00fcgen einzuladen, wenn dabei etwas \u00fcber &#8222;Stabhochsprungtechnik&#8220; besprochen werden soll. Das kann nur dann zu einem Fortschritt beim jungen Athleten funktionieren, wenn dieser zu Hause einen Trainer hat, der \u00fcberhaupt keine Ahnung hat. Aber was n\u00fctzen dann 2-3 Tage Kaderzusammenz\u00fcge im Jahr, wenn der Trainer zu Hause dermassen keine Ahnung hat, dass der junge Athlet innerhalb eines Wochenendes tats\u00e4chlich begreift, dass der Kader-Trainer ihn besser unterrichtet als der Trainer zu Hause?<\/p>\n<p>Die folgenden Kombinationen zeigen auf, warum es nicht funktioniert, wenn zwei K\u00f6che die Suppe salzen:<\/p>\n<p>Trainer sagt A, meint A. Kadertrainer sagt A, meint aber B. Athlet versteht A &#8211; Kadertrainer meinte aber B. Das Chaos im Kopf des Athleten ist perfekt.<\/p>\n<p>Und in etwas komplizierterer Version: Trainer und Athlet erarbeiten ein System A, bestehend aus den Elementen, 1, 2, 3 und 4. Der Kadertrainer will Element 2 besprechen und hat dabei eine Ansicht, die nicht mit den Elementen 1, 3 und 4 des Athleten passend gemacht werden kann, bzw. es macht keinen Sinn f\u00fcr diesen Athleten, dem Kadertrainer zu Element 2 zuzuh\u00f6ren und daran etwas zu \u00e4ndern, weil dann 1, 3, 4 nicht mehr dazu passen. Im besten Fall erkennt der Athlet die Unstimmigkeit, im schlechteren Fall wirft der Kadertrainer die Entwicklung des Athleten zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Das Richtige zu wissen und beibringen zu wollen, ist die Aufgabe jedes Trainers. Aber als externer Trainer B, dem Trainer A m\u00f6glicherweise zu widersprechen ist in der Regel kritisch. Denn ein Grundprinzip beim Stabhochsprung ist: Der Athlet muss seinem Trainer immer vertrauen k\u00f6nnen. Wenn der Athlet merkt, dass der Kadertrainer mehr weiss, wie der eigene Trainer, was dann? Logische Antwort: Entweder mit dem Sport aufh\u00f6ren oder den Trainer wechseln. Oder der Athlet ist so &#8222;bescheiden&#8220;, dass er, obwohl er in einem Kader ist, damit vorlieb nimmt, weiter von seinem Trainer zu lernen, der ihn nicht so gut f\u00f6rdert, wie das ein anderer Trainer k\u00f6nnte. Diesen Weg w\u00e4hlen nicht nur bescheidene Athleten, sondern auch solche, die gerne in ihrer Comfort-Zone verharren. Ein Champions hingegen sucht sich den besten Coach.<\/p>\n<p>Der richtige Weg, wenn ein Trainer mehr weiss wie der andere ist der, dass der eine Trainer den anderen ausbildet, ohne dass die Athleten des letzteren dies zu sehr merken.\u00a0<\/p>\n<p>Damit zur\u00fcck zum Thema, den eigenen Weg zu finden beim Stabhochsprung.<\/p>\n<p>Der Grund, weshalb Mondo Duplantis bereits in jungen Jahren grosse Erfolge feiert\u00a0 ist, dass er sich seit jeher Gedanken um Stabhochsprung gemacht hat, das er sich seit Kindesalter ein Gef\u00fchl erarbeitet hat, Trial-and-Error durchgespielt hat und seinen Weg gefunden hat.<\/p>\n<p><strong>Bei Athleten, die stagnieren, ist haupts\u00e4chlich danach zu fragen, wie es um ihre Selbstvorstellung von Stabhochsprung und ihre Selbstverantwortung f\u00fcr ihre eigene Leistungsentwicklung steht.<\/strong><\/p>\n<p>Machen sie bloss was ihr Trainer sagt, oder hilft ihnen der Trainer bei der Selbstentwicklung. Meiner Meinung nach stagnieren die meisten\u00a0 Athleten, weil Stabhochsprung f\u00fcr sie ein Bewegungsablauf ist, von dem ihnen ihr Trainer zu sagen hat, wie der gehen sollte. Anstatt dass sie sich selbst der Sache annehmen und ihnen dabei der Trainer hilft.<\/p>\n<p>Wenn mir ein erfahrener Athlet sagt : &#8222;Meinem Trainer ist [dieses Element des Bewegungsablaufs] sehr wichtig&#8220;, dann stehen mir die Haare zu Berge. Ein Element oder eine Bewegungsausf\u00fchrung sollte nicht deshalb &#8222;wichtig&#8220; oder &#8222;richtig&#8220; sein, weil es dem Trainer wichtig ist, sondern weil es der Athlet (auch) so empfindet. Wenn man Renaud fragt, weshalb er so springt wie er springt, dann antwortet er in eigenen Worten und nicht mit den Worten, das ein Trainer X, das wichtig oder richtig findet. Mondo antwortet auf die Frage, weshalb er den Stab so aggressiv mit dem unteren Arm attackiert: &#8222;Weil mir das das Gef\u00fchl gibt, dass ich jeden Stab der Welt springen kann.&#8220; Er antwortet nicht: &#8222;Mein Vater findet das richtig so.&#8220;<\/p>\n<p>Korrekt ist nat\u00fcrlich auch, wenn der Athlet sagt: &#8222;Meinem Trainer war XY wichtig und ich habe festgestellt,\u00a0 dass mir das tats\u00e4chlich etwas bringt und deshalb mache ich das nun so.&#8220;<\/p>\n<p>Athleten, die selber denken, die d\u00fcrfen nicht nur, die sollen sich gerade zu Kaderzusammenz\u00fcgen, zu Trainingsweekends mit anderen Gruppen und Trainern usw. treffen. Denn solche Athleten haben ein gefestigtes Selbstbild ihrer Technik und k\u00f6nnen sodann nur davon profitieren, ihr Selbstbild durch neuen Input zu bereichern, Input zu pr\u00fcfen, zu verwerfen oder zu integrieren.\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\">\nStabhochsprung ist technisch eine komplexe Sportart. Erfolg beim Stabhochsprung ist aber &#8211; wie in jeder leichtathletischen Disziplin &#8211; auf hohem und h\u00f6chstem Niveau von den genetischen Voraussetzungen abh\u00e4ngig. In der Realit\u00e4t sieht man aber auch Athleten, die genetisch nicht besonders&hellip;\n<\/div>\n<div class=\"link-more\"><a href=\"http:\/\/www.stabhoch.ch\/?page_id=869\" class=\"more-link\">Continue reading<span class=\"screen-reader-text\"> &ldquo;Erfolgsfaktor &#8222;selber denken&#8220;&rdquo;<\/span>&hellip;<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.stabhoch.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/869"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.stabhoch.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.stabhoch.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.stabhoch.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.stabhoch.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=869"}],"version-history":[{"count":10,"href":"http:\/\/www.stabhoch.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/869\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1166,"href":"http:\/\/www.stabhoch.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/869\/revisions\/1166"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.stabhoch.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=869"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}